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Verschmitzt, reduziert, handgemacht - Grafiker erfindet Schweizer Würfelspiel NULLI

Über Mund-Propaganda verbreitete sich das Würfelspiel NULLI in der ganzen Deutschschweiz. Wie ein Luzerner Grafiker auf die Idee dazu kam, was es mit dem Smiley auf sich hat und warum es auch als Spiel für Schulen geeignet ist, erfährst du hier.

Seine Grossmutter. Das steht am Anfang der Geschichte von Lukas Kurmann und seinem Würfelspiel NULLI. «Während der Pandemie hatten wir viel miteinander telefoniert und ich wollte etwas entwickeln, damit sie weniger isoliert ist» Ein Spiel lag nahe, weil es das war, was die beiden schon immer verband. «Ich habe bei ihr als Kind gelernt zu jassen, Memory und Elfer raus gespielt», erzählt er. So hat der selbständige Grafiker die Zeit nach der Pandemie ohne viele Aufträge genutzt, um für sie ein Würfelspiel zu entwickeln. Es sollte etwas sein, das sie gut mitnehmen konnte und auch alleine spielbar war. Entstanden ist das Würfelspiel NULLI - eine Mischung aus Lotto und Tetris.

NULLI - so funktioniert das Schweizer Würfelspiel

Bei diesem Würfelspiel werden je nach Würfelzahl Punkte abgestrichen und verbunden. Diagonale und geknickte Linien sind nicht erlaubt und es gilt, Hindernisse zu umgehen. Ziel: alle Punkte abstreichen und damit ein NULLI erreichen. Gar nicht so einfach! Gespielt wird in der Gruppe (wer hat am Schluss am wenigsten Punkte übrig?) oder alleine. Verschiedene Versionen sorgen für unterschiedliche Schwierigkeitsstufen. Und wie kam das Spiel an im Altersheim? «Meine Grossmutter fand es richtig gut, sie findet es ein glattes Spiel.» Ziel erreicht. Und nicht nur das.

Weg von Grafik-PC, rein in die Klebstube

FreundInnen und Bekannte bestellten fleissig beim kurzerhand aufgesetzten eigenen Onlineshop (nulli.ch) und gaben positives Feedback. «Generationenübergreifend spielbar», «Gut, dass niemand warten muss», und «ideal als Auflockerungsspiel zwischen einer Runde Risiko und Zug um Zug» hiess es. In kurzer Zeit waren 100 Stück weg. Lukas genoss die Bestätigung für seine Arbeit und freute sich über jede Bestellung. Die ersten Exemplare stellte der Grafiker selbst her: in seinem Atelier in Zürich Altstetten klebte er ganze 400 Blöcke eigenhändig zusammen. Im kreativen Flow hatte der Grafiker gleich die nächsten 4 Versionen entwickelt und angeboten. Verschickt hat er die Spiele in die ganze Deutschschweiz. Die Mundpropaganda verbreitete das Spiel über sein Netzwerk hinaus - ganz ohne Werbung. «Fast schon unheimlich», findet Lukas.

Erfolgsrezept Design?

Womöglich trägt auch das Design zum Erfolg von NULLI bei. Durch seine unaufgeregte, reduzierte Art hebt es sich von anderen Spieldesigns ab. Es arbeitet mit der Faszination des ersten Strichs auf einem weissen Blatt – etwas, das der Grafiker aus seinem Alltag kennt und mag. «Ein aufgeräumtes Blatt animiert. Etwas, das noch nicht besetzt ist, öffnet den Raum», erklärt er. Wichtig war dem 40-Jährigen ausserdem, dass das Spiel keiner Themenwelt zuzuordnen ist, sondern für sich alleine steht. Und was hat es mit dem Smiley auf sich, das von jeder Ausgabe zwinkert? «Das kommt aus meiner Kindheit. Schon als Jugendlicher habe ich gerne Karikaturen gezeichnet. Ich mag es, Menschen zum Lachen zu bringen.»

Gefragtes Spiel - vom Klassenzimmer bis zum Museum

Neben dem Erfolg bei Privatpersonen sind auch Institutionen auf das Schweizer Würfelspiel aufmerksam geworden. So hat die Brettspielakademie Hamburg schon grosses Interesse gezeigt und das Museum für Gestaltung in Zürich bietet die Spiele im Museums-Shop an. Als ehemaliger Schüler war dies für Lukas eine besondere Ehre. Auch Lehrpersonen haben es als Spiel fürs Klassenzimmer entdeckt. Grund: es braucht kein zusätzliches Material und das Spiel schafft es, bei den SchülerInnen gleichzeitig für Auflockerung und Konzentration zu sorgen.

Bescheiden in die Welt hinaus

Und doch: grosse Expansionspläne hat der bescheidene Luzerner nicht. Kurze Wege (gedruckt wird in nidwaldischen Dallenwil, Druckerei Odermatt AG), nachhaltiges Papier und die Nähe zur Kundschaft sind ihm wichtiger als maximierte Verkäufe. «Das NULLI steht für mich - es ist mein Baby. Etwas, das von mir in die Welt hinausgetragen wird.» An einen grossen Spiele-Verlag zu verkaufen, kommt für ihn nicht in Frage. Lieber veranstaltet er eigene NULLI-Turniere, spielt am Marktstand mit Kindern und feilt bereits an einer neuen Version. Diese soll im Herbst 25 erscheinen. Ob auch dieses bald vom Jugglux-Spielregal lächeln wird?

Und wie kam das Spiel in den Jugglux?

«Eine unserer regelmässigen Spielabend-Besucherinnen hat sich bei uns nach NULLI erkundigt und wir wurden hellhörig. Der Kontakt war schnell hergestellt und schon landeten die NULLI-Blöcke im Jugglux-Sortiment. Wie passend auch für unseren Spielabend im Bistro unterhaltsame Würfelspiele.»

Dominique Druey, Jugglux Co-Chef

https://www.jugglux.ch/news/jugglux-aktuell/spiele-im-bistro-mit-dem-jugglux-team.html

 

 

Zur Person:

Name: Lukas Kurmann
Alter: 40 Jahre
Wohnort: Küsnacht ZH, aufgewachsen in Dagmersellen
Beruf: selbständiger Grafiker, Teilzeit in einer Fundraising-Agentur
Lieblingsspiele: Meiern, Kartograph
Website: zweiend.ch

https://www.jugglux.ch/search?sSearch=Meiere

https://www.jugglux.ch/spiele-und-geschenke/brettspiele/strategiespiele/der-kartograph-spiel.html

http://zweiend.ch/

Spielvarianten NULLI:

für Primar-Schulen

NULLI - 0.0
NULLI - 1.0
NULLI - 2.0
NULLI - 5.0

als Turnier: Unikat (auf Anfrage) 

zum Aufwärmen

NULLI - 0.0
NULLI - 1.0

zum Spielen

NULLI - 2.0
NULLI - 5.0

anspruchsvoller

NULLI - 3.0
NULLI - 4.0

Alle NULLI Spiele im Überblick findest du hier.

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