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Push Pop Bubble Fidget - wie spielt man den neuen Trend?

Spielwaren für unruhige Finger, sogenannte Fidget Toys, boomen. Wir zeigen, was es mit den zurzeit beliebten Push Pop Bubbles auf sich hat. Die Sozialpädagogin Martina Stadelmann erklärt ausserdem, bei welchen Problemen Fidget Toys helfen können und was wichtig im Umgang mit Stress ist.

«Plopp, plopp, plopp» klingt es aus dem Kinderzimmern - das eigentümliche Geräusch kommt von Push Pop Bubbles, auf denen die Kleinen herumdrücken. Was das sein soll? Gummiartige Scheiben, bei denen man Blasen durchdrückt und sich über das Plopp-Geräusch freut. Erwachsene kennen diese Glücksgefühle von der guten alten Luftpolsterfolie. Die derzeit so beliebten Push Pop Bubbles haben drei Vorteile: sie lassen sich zu zweit spielen, sie sind fast unzerstörbar und die Folie ist nie zu Ende.

Wie sind die Regeln zu Push Pop Bubbles?
Ziel ist es, alle Blasen wegzudrücken. Drücken darf man nur reihenweise. Eine beliebige Anzahl darf gedrückt werden. Nachdem ein Spielender seine Reihe gedrückt hat, macht der andere weiter. Er darf auch eine angefangene Reihe fortsetzen. Wer die letzte Maus drückt, verliert die Runde.

Wer zuerst dreimal gewonnen hat, gewinnt das Spiel. Viele Push Pop Bubbles werden ohne Anleitung geliefert. Als Geschenk mit kleiner Anleitung eignet sich die Variante Aus die Maus.

Eine kurze Anleitung finden Sie hier auf Youtube.

Mit ca 15cm Durchmesser sind die Push Pop Bubbles genug gross, um spielbar und handlich zugleich zu sein. Für Abwechslung sorgen verschiedene Formen: von rund, quadratisch über Ananas- und Herzformen ist alles möglich. Neben den besonders beliebten Regenbogenfarben sorgt Glow in the Dark für Leuchtspass im Dunkeln.

Was sind Fidget Toys?
Das klingende Telefon, der volle Terminkalender, sich stapelnde Aufgaben - der Druck in der Arbeitswelt wird immer grösser. Während die Hektik im Kopf zunimmt, stagniert die Bewegung des Körpers bei vielen Berufstätigen und Schülern. Der fehlende Ausgleich zeigt sich durch unruhige Hände, wippende Füsse und dem ständigen Blick aufs Handy. Um die Nervosität herunterzufahren, helfen Gegenstände, an denen gedankenverloren herumgedrückt und gespielt werden kann. Der Oberbegriff für diese Artikel war schnell gefunden - to fidget bedeutet herumzappeln.  …..

Welche Arten von Fidget Toys gibt es?
Das Angebot an Spielmaterial für unruhige Finger ist gross: Neben den Push Pop bubbles sind

besonders gefragt. Während die Tangles und Fingerringe zum freien Spielen mit den Fingern animieren, geht es beim Magic Ball und Fidget Cube um das Drücken von Schaltern, Reglern und Knöpfen.

Die beliebtesten Fidget Toys können Sie bequem in unserem Geschenkset kaufen.

Bei welchen Problemen helfen Fidget Toys?
Fidget Toys werden sowohl im Privat- wie im therapeutischen Bereich eingesetzt. Die Sozialpädagogin Martina Stadelmann arbeitet seit 12 Jahren damit. Laut ihr können die Toys bei Nervosität, Hyperaktivität, AD(H)S, fehlender Konzentration, Aggressivität, Sucht und dissoziativen Zuständen helfen. «Fidget Toys können gleichermassen beruhigend und stimulierend wirken», erklärt Stadelmann, die 3 Jahre in einer Akutpsychiatrie arbeitete. Die Gegenstände würden die Konzentration fördern und den Fokus auf etwas anderes lenken. Und: «Sie können helfen, mit Emotionen besser umzugehen und Spannungszustände zu regulieren.» Eine Therapie ersetzen können die Fidget Toys jedoch nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Fidget Toys und Skills?
Im therapeutischen Bereich wird gerne von Skills gesprochen. Was ist damit gemeint? «Der Unterschied definiert sich primär über die Anwendung und weniger über die Eigenschaften eines Objekts. Ein Fidget Toy kann ein Skill sein», erklärt Stadelmann. Fidget Toys fänden neben dem therapeutischen Setting immer mehr Anwendung in (Sonder-) Schulen, Heimen und beratenden Settings.

Die Skills Anwendung kommt von der Dialektischen-Behavioral Therapie (DBT) «Das ist eine Psychotherapieform, bei der die Emotionsregulation im Vordergrund steht», erklärt Stadelmann. Mit den Skills lerne man alternative Methoden, die nicht selbstschädigend sind. Unterschieden wird zwischen:

  • Sinnesbezogene Skills, zB: kalt duschen, im Regen spazieren, an Ätherischem Öl riechen
  • Gedankenbezogene Skills, zB: Tagebuch schreiben, meditieren
  • Handlungsbezogene Skills, zB: Fidget Toys, Sport treiben, singen, backen
  • Körperbezogene Skills, zB: gezielte Entspannungs- und Atemübungen machen

Welche Fähigkeiten sollte man im Umgang mit Stress erlernen?
Um besser mit Alltagsstress umgehen zu können, empfiehlt Stadelmann: «Der erste Schritt ist das Akzeptieren der Tatsache, im Moment im Stress zu sein, um sich bewusst eine kurze Auszeiten zu nehmen». Diese könne aus gezielte Entspannungs- und Atemübungen, Ablenkung durch einen starken sensorischen Reiz oder Achtsamkeitsübungen bestehen.

Tipps - welches Fidget Toy passt zu wem?
In ihrer Tätigkeit hat Martina Stadelmann mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gearbeitet. Mit welchen Fidget Toys hat sie die besten Erfahrungen gemacht? «Das ist individuell von Patient zu Patient unterschiedlich». Allgemein kann Stadelmann diese Empfehlungen abgeben:

  • Für alle Altersgruppen: Rubik Cube, Metall Puzzle, Fidget Cube
  • Während dem Schulunterricht: Boink, Tangle, Crazy Cube
  • Für Unterwegs: Chili Bonbons, Riechstift
  • Beliebt in Kliniken: Magnetische Akupressurkugeln, Finger- und Arm-Massageringe

zur Person:

Martina Stadelmann war nach ihrem Abschluss als Sozialpädagogin drei Jahre in einer Akutpsychiatrie tätig. Dort gehörte die praktische Anwendung von Skills/Fidget Toys zum Alltag. Die Anschaffung neuer Gegenstände stellte sich als kompliziert und aufwendig heraus. Um dem entgegenzuwirken gründete sie den Onlineshop skills-box.ch auf dem sie Skills für Klinken und Privatpersonen anbietet.

*Hinweis: Jugglux verkauft Fidget Toys nicht in erste Linie als Therapie- sondern als Freizeitartikel. Wir freuen uns, wenn die Gegenstände helfen, Symptome zu lindern. Bei psychischen Problemen ist eine therapeutische Begleitung unerlässlich.

Tags: Fidget-Toys
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